S17 tarifvertrag sozial- und erziehungsdienst tvöd

Nach dem Gesetz über die Organisation der Hochschulkollegs für Lehrerbildung müssen die Mitarbeiter an pHs akademisch/professionell und pädagogisch/didaktisch qualifiziert sein. Stellen werden öffentlich für das Festangestellte und für zugewiesene Bundes- und Landeslehrer ausgeschrieben. Die Personalauswahl liegt in der Verantwortung des Rektorats, das sich mit dem BMBWF berät, um eine Einigung zu erzielen. Die Einstellung von (temporären) Dozenten wird direkt vom Rektorat entschieden. Die Bestellung erfolgt nach dem öffentlichen Recht (Bundesgesetz über die Rechte und Pflichten von Vertragsbediensteten im öffentlichen Dienst). Folgende Beschäftigungsgruppen (EGs) sind im Tarifvertrag [Mehr] beschrieben: Forschungsmitarbeiter sind Beamte, und ihr Tarifvertrag sieht eine jährliche Sondervergütung vor. Dies ersetzt den früheren bezahlten Urlaub und Weihnachtsgeld. Sie beträgt je nach Gehaltsband und Erfahrungsstufe zwischen 33 % und 60 % ihres durchschnittlichen Monatsgehalts. Es gibt auch Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. Zusätzliche Leistungen werden auch an wissenschaftliche Mitarbeiter gezahlt, z.B. wenn sie besonders erfolgreich mit dem Erwerb von Drittmitteln sind. Allerdings sind diese Zusatzzahlungen in einigen Bundesländern nicht so üblich.

Lediglich die TV-H-Vereinbarung sieht ein Kindergeld vor – ein Überbleibsel aus dem Bundesbeschäftigtentarif BAT, der nun durch TVoeD und TV-L ersetzt wurde. Jede Universität erhält ein Globalbudget vom Bund und kann zusätzlich Drittmittel erhalten. Die jeweilige Hochschule entscheidet selbst darüber, wie diese Mittel für die Personalarbeit verwendet werden. Jede Universität führt gezielte Aktivitäten in den Bereichen Personalstrukturplanung und Personalentwicklung durch, um eine ausreichende Anzahl von Wissenschaftlern und Künstlern der nächsten Generation zu rekrutieren und diese gezielt zu unterstützen. Hier ermöglicht die KV den Hochschulen die Einrichtung von zwei Arten von Stellen: “Fluktuationsstellen” zur Vertiefung der beruflichen und akademischen Ausbildung von Zeitarbeitskräften und auch “Karrierepositionen” für die akademische Qualifikation von Personen, die dann zu einem unbefristeten Vertrag als außerordentlicher Professor führen sollen (vgl. auch “Förderung, Aufstieg”). Ziel der Universitäten ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen diesen Positionen, das eine kontinuierliche Weiterbildung junger Forscher mit einer ausreichenden Anzahl von Fluktuationspositionen sicherstellt, aber auch langfristige Karriereperspektiven im Rahmen von Karrierepositionen ermöglicht. Fachhochschulen (FH) organisieren ihre Personalarbeit (d.h. Personalplanung, Auswahl und Entwicklung) völlig unabhängig oder in Absprache mit der jeweiligen Trägerorganisation (z.B.

Kommunen, Sozialpartner, Verbände usw.). Dafür gibt es keine konkreten rechtlichen oder tarifvertraglichen Grundlagen. Für Lehrkräfte an Universitäten, die auf der Grundlage privatrechtlicher Verträge beschäftigt sind, beträgt der Urlaubsanspruch 30 Werktage (25 Arbeitstage oder fünf Wochen). Für Arbeitnehmer der Beschäftigungsgruppen A 1 und A 2 beträgt der Urlaubsanspruch laut Tarifvertrag 36 Werktage (30 Arbeitstage oder sechs Wochen).